Materialien-/Begriffs-Lexikon
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A
Abstrakte
Kunst
Acrylfarben
Airbrush
Aquarellmalerei

B
Barytpapier
Bildträger

C
Collage
Comic
Computergrafik

D
Druckverfahren
Durchdruck

E
Expressionismus

F
Falzzugabe
Flachdruck

G
Giclée-Druck
Gouachefarben

H
Hochdruck
Holzschnitt
Holzstich

I
Impressionismus

J
Jugendstil

K
Keilrahmen
Kubismus
Künstlerische
Techniken

L
Leinwand
Linolschnitt
Lithografie

M
Malgrund
Mischtechnik
Moderne Kunst

N
Naive Malerei

O
Ölmalerei
Offsetdruck

P
Pop-Art
Postmoderne
Prägung

Q

R
Rakel
Reproduktionsverfahren

S
Schablonendruck
Siebdruck
Surrealismus

T
Temperamalerei
Tiefdruck

U

V

W

X

Y

Z

Abstrakte
Kunst -->> Moderne Kunst.

Acrylfarben
Die Farbpigmente von Acrylfarben sind mit
synthetischen Harzen gebunden. Sie entstanden aus dem Bedürfnis
witterungsbeständige Farben zu haben. Acrylfarben haben im Hinblick auf
Dispersion und Farbsubstanz Ähnlichkeit mit Aquarellfarben, Gouache und
Tempera. Acrylfarben werden seit ca. 1950 in den USA verwandt und kamen
in den sechziger Jahren nach Deutschland. Heutzutage ist es eine Farbart
die u.a. von fast allen Künstlern benutz wird.

Airbrush
Die Airbrushtechnik ist ein
Spritzverfahren wie es auch in der Autolackierung Anwendung findet,
jedoch im verkleinerten Maßstab. Der Malgrund sind häufig auch Autos
und Motorräder. Es kann und wird aber auch auf Papier und Karton oder
Trägern wie Metall- oder Plastiktafeln ausgeführt die dann gerahmt
werden. Mit dem schaffen feinster Übergänge, die in Ihrer Art am
ehesten mit altmeisterlicher Lasurmalerei vergleichbar sind und anderen
spezifischen Eigenschaften kann Airbrush durchaus als eigenständige
künstlerische Technik betrachtet werden.

Aquarellmalerei
Malerei mit Wasserfarben auf hellem,
holzfreiem, geleimten Hadernpapier, auch auf Pergament, Japanpapier,
Elfenbein und Seide. Weiteres siehe Künstlerische
Techniken.

Bildträger -->>
siehe Malgrund

Collage
die, Klebebild
aus versch. Materialien, zuerst von P. Picasso und G. Braque
1911/12 in ihre Bilder einbezogen.

Comic
Bilder die an an den Typischen Stil von
Comics, gezeichnete Bilderfolgen (Comicstrips) anlehnen,
als Fortsetzungen in Zeitungen und Zeitschriften erschienen, erste Comics
erschienen 1896/97 in den USA.

Computergrafik
Bezeichnung für eine Arbeit, wenn diese
ausschließlich oder überwiegend am Computer entsteht.

Druckverfahren
es können Hochdruck,
Tiefdruck, Flachdruck
und Durchdruck unterschieden werden.

Durchdruck
hier wird die Farbe durch eine Schablone
-->> Schablonendruck oder auch
durch ein Sieb -->> Siebdruck
durchgedrückt.

Expressionismus
der, Kunstrichtung
des frühen 20. Jahrhunderts, die im Gegensatz zum Impressionismus
den Wesensausdruck suchte. Zu den Wegbereitern gehörten V. van
Gogh und E. Munch. Die entschiedensten Vertreter des
Expressionismus wurden v. a. die Mitglieder der »Brücke« und des
»Blauen Reiters«; bedeutende Architekten waren E. Mendelsohn, B. Taut
und F. Höger. Quelle: Der Brockhaus in einem Band, 9. vollständig
überarbeitete Ausgabe.

Falzzugabe
Papiere und Kartons sind lebendige
Materialien, die sich je nach Luftfeuchtigkeit ausdehnen bzw.
zusammenziehenden und auch die Leinwand bei Ölgemälden arbeitet. Zum
Papiermaß, Passepartoutmaß, Bildmaß oder auch Keilrahmenmaß wird
deshalb eine "Falzzugabe" aufaddiert, die dann das Falzmaß
des Rahmens ergibt. Das Falzmaß eines Rahmens mit dem Bildmaß 40 x 50
cm ist üblicherweise ca. 40,2 x 50, 2 cm, wenn eine Grafik gerahmt
wird. Bei einem Ölbild auf Keilrahmen sollte das Falzmaß ca. 40,5 x
50,5 cm um für ein später evt. nötiges Nachspannen der Leinwand
genügend Platz im Rahmen zu haben.

Flachdruck
Beim Flachdruck liegen druckende und
nicht druckende Teile auf einer Ebene. Die Lithografie
ist die typische künstlerische Technik, der Offsetdruck
die industrielle Reproduktionstechnik in diesem Verfahren.

Giclée-Druck
(sprich
schiklee) ist ein hochwertiges digitales Kunstdruckverfahren. Es erlaubt
höchste Präzision, feinste Abstufungen und den Druck auf beste Büttenpapiere
mit hohem Gewicht. Die Farben sind 40 - 90 Jahre lichtecht. .

Gouachefarben
Gegen Ende des 14. Jahrhunderts wurde in
der Kirchenmalerei entdeckt das sich die Brillanz von Goldfarben durch
eine Beimengung von Zinkweiß zu den transparenten Wasserfarben
wesentlich erhöht. Gouache ist schlichtweg eine deckende Wasserfarbe.
In Ihrer Wirkung gleicht Sie matter Ölfarbe.

Hochdruck
Hier drucken die erhabenen Teile.
Typische künstlerische Techniken im Hochdruck sind der Kartoffeldruck, Linolschnitt,
Holzschnitt. als typische handwerkliche bzw.
industrielle Techniken sind Buchdruck, Holzstich.

Holzschnitt
der Holzschnitt ist eine künstlerische
Technik im Hochdruck, bei dem die Holzart, der
Maserungsverlauf und oft auch Eigenarten des Holzes in die Gestaltung
mit einbezogen werden. Näheres unter Künstlerische
Techniken.

Holzstich
beim Holzstich wird das (unabhängig von
der Holzart) wesentlich stabilere, widerstandsfähigere Hirnholz
verwandt das sowohl eine größere Detailtreue in der Wiedergabe als
auch höhere Auflagen zulässt. Das Motiv wird in das Hirnholz hinein
"graviert". Der Holzschnitt wurde um 1900 als billiges Reproduktionsverfahren
z.B. von Kupfer- oder Stahlstichen bei der Wiedergabe in Kunstgazetten
oder in Tageszeitungen, etc. verwandt. Siehe im Gegensatz -->> Holzschnitt

Impressionismus
der, zw. 1860
und 1870 in der frz. Malerei entstandene Stilrichtung (Freilichtmalerei;
Wegbereiter war die Schule von Barbizon), die den zufälligen Ausschnitt
aus der Wirklichkeit darstellt und bei der Farbe und Komposition vom
subjektiven Reiz des opt. Eindrucks des Lichts bestimmt ist. Bedeutende
Vertreter waren u. a. C. Monet, É. Manet, C. Pissarro,
A. Sisley, E. Degas, A. Renoir, P. Cézanne, A. Rodin,
M. Liebermann. Quelle: Der Brockhaus in einem Band, 9. vollständig
überarbeitete Ausgabe.

Jugendstil
Stilrichtung der europäischen Kunst, die
nach der seit 1896 in München erscheinenden Zeitschrift »Jugend«
benannt wurde. Der Jugendstil war eine Reaktion auf die historisierenden
Stile des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Es wurde eine flächenhafte
Ornamentik angestrebt, abstrakte, großformatige, kühn geschwungene
Pflanzengebilde bedeckten die meist kunsthandwerklichen Gegenstände. In
der Architektur blieb der Jugendstil - bis auf wenige Ausnahmen -
auf Dekorationselemente beschränkt. Hauptmeister waren: J. M. Olbrich,
P. Behrens, F. von Stuck, H. van de Velde, A. Beardsley,
G. Klimt, L. C. Tiffany, É. Gallé, P. C. Fabergé,
E. Munch, F. Hodler, A. Mucha. Quelle: Der Brockhaus in
einem Band, 9. vollständig überarbeitete Ausgabe.

Keilrahmen
Ein Keilrahmen für Ölgemälde besteht
aus vier Holzleisten über den die Leinwand
gespannt und an den Seiten befestigt ist. In den Eckverbindungen
befinden sich Keile, daher der Name, mit denen die Leinwand nachgespannt
werden kann. Rahmen für Ölbilder müssen deshalb eine größere
Falzzugabe als die für Grafik haben.

Kubismus
von Picasso und Braque um 1907/08 begründete
Richtung der modernen Kunst, bes. der Malerei, die gegenständlichen
Formen facettenartig gebrochen in die Fläche übersetzte, anfangs in
grauen und braunen Tönen, später farbenreicher (J. Gris, R. Delaunay,
F. Léger). Quelle: Der Brockhaus in einem Band, 9. vollständig überarbeitete
und aktualisierte Auflage.

Künstlerische
Techniken
Begriff für alle Techniken die eine
künstlerische Aussage unterstützen bzw. möglich machen. Im Gegensatz
zu handwerklichen bzw. industriellen Techniken sind sie meist
aufwendiger und lassen meist auch nur kleinere oder zu mindestens
begrenzte Auflagen zu.

Leinwand
Die Leinwand wird hier als Bildträger
betrachtet. In der Vergangenheit fanden häufig Leinen-Bettlagen
Verwendung. Bei näherer Betrachtung können aber verschiedenste
Materialien als Leinwand verwandt werden und in Ihrer Art und Struktur
die Bildaussage zu mindestens beeinflussen. Außer dem traditionellen
Leinen werden heute meist Baumwollgewebe aber. z.B. auch Jutegewebe
verwandt. Die Leinwand wird meist auf einem Keilrahmen
gespannt, kann aber auch auf Karton oder einer Holztafel aufgebracht
werden.

Linolschnitt
Beim Linolschnitt werden die nicht
druckenden Teile aus der Platte herausgearbeitet, es ist als ein Hochdruck.
Da Linoleum verhältnismäßig weich ist und auch eine homogene Struktur
hat, lässt es sich im Gegensatz zu Holz und dem Holzschnitt
in alle Richtungen gleich (einfach) bearbeiten. Das Material zeigt keine
besondere Charakteristik und ist auch nicht so stabil wie Holz oder
Metall, dennoch haben es Künstler wie Pablo Picasso (1881-1973) und
Matisse (1869-188) gern und ausgiebig verwandt.

Lithografie
Die Lithografie ist ein Flachdruckverfahren
- druckende und nichtdruckende teile liegen auf einer Ebene des
Lithosteins. Der Künstler zeichnet mit einer Farbe darauf, die bewirkt
das später die Druckfarbe hier angenommen wird, während sie von den
anderen gewässerten Stellen des Steins abgestoßen wird. der
Druckvorgang besteht also aus einem Wechsel von Aufbringen von Wasser
auf die nichtdruckenden bereiche des Steins und dem Aufbringen der
Druckfarbe auf die Farbflächen. Das dann darauf gelegte Papier, das nun
gemeinsam mit dem Stein unter großem Druck unter der Lithopresse
hindurchgeführt wird, nimmt die Feuchtigkeit und die Farbe ab. nach dem
trocknen des Papiers bleibt ein kleiner, häufig kaum sichtbarer Abdruck
des Steins um das Motiv zurück, der aber nicht so prägnant sichtbar
wie der Plattenabdruck einer Radierung ist. Der harte Lithostein lässt
relativ hohe Auflagen zu, meist werden diese aber vom Künstler
begrenzt...

Malgrund
ist ein Oberbegriff für das
Trägermaterial des Bildes. Bei Ölbildern könnte dies z.B. Leinwand
auf Keilrahmen, eine Holztafel oder auch
Karton sein. Bei Aquarellen ist es meist Büttenpapier. Bei
Seidenmalerei eine Art von Seide.

Moderne
Kunst
In Plastik und Malerei bahnte sich ein
Verzicht auf Gegenständlichkeit bereits im Impressionismus an und
erreichte über Neoimpressionismus, Jugendstil, Futurismus,
Expressionismus im Kubismus und in der »abstrakten Kunst« den Höhepunkt.
Die Entwicklung war nicht einheitlich (Neue Sachlichkeit in Dtl.,
Neoklassizismus in Italien u. a.), es gibt keinen einheitl.
Gegenwartsstil. Der »gegenstandslosen Kunst« ist der stark gegenständlich
bestimmte Surrealismus entgegengetreten, der Hintergründiges, Dämonisches
anschaulich machen will. - Seit Ende des Zweiten Weltkriegs zeigt
die Kunst internat. Charakter. Zu den neueren Richtungen gehören u. a.
Action-Painting, Pop-Art, Op-Art, Happening, informelle Kunst. Seit
Mitte der 70er-Jahre zeichnete sich ein neues Interesse an einer
individuellen und gestisch-intuitiven Malerei ab (Pattern-Painting, Neue
Wilde). Im Hinblick auf den Pluralismus der Stile und den Trend, die
Grenzen zw. den einzelnen Kunstgattungen zu verwischen, wird auf die
zeitgenöss. Kunst auch der Begriff Postmoderne
angewendet. Quelle: Der Brockhaus in einem Band, 9. vollständig überarbeitete
und aktualisierte Auflage.

Offsetdruck
Die Offsetdruck ist ein Flachdruckverfahren
und heutzutage das verbreitetste Druckverfahren überhaupt mit dem aber
inzwischen auch bei Verwendung entsprechender Farben und insb. Papiere
höchste Ergebnisse zu erzielen sind, wie Kunstzeitschriften,
Kunstkataloge, etc. beweisen.

Pop-Art
die, Strömung
der zeitgenöss. Kunst seit Mitte der 1950er-Jahre. Die P.-A. entdeckte
die bunte Welt der Unterhaltungsind. und der Werbung. Banale Objekte
wurden durch Ausschnitt, Vergrößerung oder Reihung verfremdet und
parodiert. Quelle: Der Brockhaus in einem Band, 9. vollständig
überarbeitete und aktualisierte Auflage.

Postmoderne
zentraler Begriff der Kulturtheorie, der
seit den 1960er-Jahren für Wandlungen und Umbrüche u. a. in
Architektur, bildender Kunst, Literatur und Musik gebräuchlich ist. Den
unterschiedl. Ausprägungen der Postmoderne ist die Relativierung der überkommenen
Wertmaßstäbe und ein sich im Stilpluralismus äußernder
Spielcharakter gemeinsam. Quelle: Der Brockhaus in einem Band, 9. vollständig
überarbeitete und aktualisierte Auflage.

Rakel
Werkzeug aus Metall oder Holz mit einer
glatten Kante mit dem die Farbe verteilt, entfernt oder auch
durchgerückt wird.

Reproduktionsverfahren
Es gibt diverse einfache
Reproduktionsverfahren für Kunst, z.B. den Offsetdruck
in dem die meisten Kunstdrucke hergestellt werden und der sehr gute
Ergebnisse zeigt, aber auf aufwendige Reproduktionsverfahren von Kunst.
Teils so aufwendig und soviel Erfahrung und Einfühlungsvermögen voraus
setzend, das sie fast selbst als eine Kunstform betrachtet werden
können - demnächst mehr dazu.

Schablonendruck
meist werden Schablonen aus dünnen
Metallblech oder auf dickerer Folie verwandt durch die die Farbe meist
mit einem Rakel, einem Pinsel auf den Malgrund
übertragen wird.

Siebdruck
Der Siebdruck ist ein Durchdruck.
Die Farbe wird durch ein Sieb gedrückt, dessen nicht druckende Teile
zuvor verschlossen wurden. Dies kann auf verschiedensten Wegen (rein
mechanisch) geschehen sein, meist ist es jedoch ein fototechnisches
Verfahren.

Surrealismus
der, Kunst:
künstlerisch-literarische Avantgardebewegung, die als Reaktion auf den
Zusammenbruch traditionell-abendländischer Wertvorstellungen im Ersten
Weltkrieg entstand und deren Ziel die Wiederherstellung der ursprünglichen
Ganzheit des Menschen durch die Befreiung des Geistes aus inneren und äußeren
Zwängen war. Darüber hinaus wird jeder Stil als surrealistisch
bezeichnet, der Reales mit Traumhaftem oder Mythischem so eng verknüpft,
dass auch das Irreale den gleichen selbstverständlichen Realitätscharakter
beansprucht wie die alltägliche Wirklichkeit. Surrealistische Züge
solcher Art zeigt die Dichtung seit F. Kafka. - Mit den Malern
G. De Chirico und M. Ernst drang der Surrealismus auch in die
Malerei ein. 1925 fand in Paris die erste Ausstellung surrealistischer
Maler statt, auf der auch H. Arp, P. Picasso, P. Klee
vertreten waren. Y. Tanguy und S. Dalí stellten unvereinbare,
sich zu traumhaft-absurden Erscheinungen verbindende Dinge und Formen im
perspektivischen Raum dar, J. Miró u. a. malten abstrakte,
auch in Gegenständliches übergehende Bilder. Unter den deutschen
Malern des Surrealismus ragt M. Zimmermann hervor. Quelle: Der
Brockhaus in einem Band, 9. vollständig überarbeitete und
aktualisierte Auflage.

Tiefdruck
beim Tiefdruck saugt das meist
angefeuchtete Papier die Farbe aus den tiefer liegenden Ebenen der
Druckplatte. Die Radierung, der Kupfer- und Stahlstich sind typische
künstlerische Techniken im Tiefdruckverfahren.

Demnächst gibt's u.a. Ausführungen zur
Perspektive, Zentralperspektive, etc.